Verarbeitungsempfehlungen

Ziegelmauerwerk
Vollwärmeschutz
Fenster

Ziegelmauerwerk

Bei der Errichtung einer Aussenwand sollen Ziegel gleicher Sorte eines Herstellers verwendet werden. Es sind möglichst ganze Ziegel zu vermauern. Teilziegel sollen nur dort, wo es der Verband erfordert verwendet werden. Keinesfalls dürfen Teilziegel größerer Formate durch Hacken gewonnen werden, sondern durch Verwendung geeigneter Schneidewerkzeuge (z.B. Sägen). Ziegel werden normalerweise "voll auf Fug" vermauert, d. h. es ist ein Überbindemaß gleich der halben Ziegellänge anzustreben. Die Ziegel sollen vor dem Verlegen ausreichend genässt werden, um zu verhindern, dass dem Mörtel das Abbindewasser entzogen wird.

Die Ziegelscharen werden in ein vollflächiges Mörtelbett gelegt. Die Lagerfugen sollen im Mittel 12 mm dick sein. Das früher übliche Auftragen des Lagerfugenmörtels in getrennten Bändern hat sich aus statischen Gründen und Schallschutzgründen als nicht zweckmäßig erwiesen.

Nach Fertigstellung der obersten Ziegelschar ist diese mit einer dünnen Mörtelschicht abzugleichen, um einerseits die exakte Auflagerhöhe für die Decke zu erreichen, andererseits das Eindringen von Deckenbeton in die Ziegelhohlräume zu verhindern. Bei längeren Arbeitsunterbrechungen (z.b. Wochenende) ist Vorsorge zu treffen, um eine Durchnässung des Mauerwerks zu vermeiden (Bitumenpappe, Folie, etc.).

Besonders bei der Verarbeitung von Planziegeln müssen die Ziegel vor dem Verlegen ausreichend genässt werden, um zu verhindern, dass dem Dünnbettmörtel das Abbindewasser entzogen wird. Zur Erzielung eines hochwertigen Planziegelmauerwerks empfiehlt sich die Verwendung eines selbstdeckelnden Dünnbettmörtels.


Vollwärmeschutz

Grundregeln
Eine ordnungsgemäße Lagerung aller Bestandteile ist erforderlich. Ebenso ist zu beachten, dass die Witterungsverhältnisse (zu niedrige Temperaturen, Regen, Nebel aber auch pralle Sonne oder starker Wind) nicht dazu führen, dass dadurch Trocknung und/oder Erhärtung des Vollwärmeschutzes behindert werden.

Planung
Darauf zu achten ist, dass:

Verlegung
Darf erst begonnen werden, wenn:

Geeignete Gerüstnetze zum Schutz der Fassade bzw. des Untergrundes und der einzelnen Schichten vor extremen Witterungseinflüssen (Sonne, Wind, Schlagregen) erweisen sich als vorteilhaft.


Fenster

Die Montage der Fenster und die Ausführung der Bauanschlussfuge muss entsprechend dem gültigen Stand der Verarbeitungstechnik erfolgen. Um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss die
Bauanschlussfuge Fenster/Wand innen dichter sein als außen. Das Eintreten von warmer, feuchte Luft in die Fuge muss verhindert werden bzw. eingetretene Feuchte muss kontrolliert nach außen entweichen können. Generell gilt: „Innen so dicht wie möglich, außen so dicht wie nötig!“